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Archiv

für

Mikroskopische Anatomie

herausgegeben von O. Hertwig in Berlin,

v. la Valette St. George in Bonn

und

W. Waldeyer in Berlin.

Fortsetzung von Max Schultze’s Archiv für mikroskopische Anatomie.

Dreiundvierzigster Band.

Mit 42 Tafeln und 7 Holzschnitten

Bonn Verlag von Friedrich Cohen

1894.

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Inhalt:

Die Struktur des Keimbläschens im Ovarialei von Triton taeniatus. Von Prof. G. Born. (Aus der entwicklungsgeschichtlichen Abtheilung des anatomischen Institutes zu Breslau.) Hierzu Tafel I-IV.

Die Weigert’sche Fibrinfärbungsmethode und das Studium des Oberhautpigments. Von Dr. S. Ehrmann, Privatdocent a. d. k. k. Universität zu Wien

Untersuchungen über das Gehirn der Vögel. II. Theil: Ursprung der Nerven der Medulla oblongata. Von Dr. F. Brandis (Friedrichsberg, Hamburg). Hierzu Tafel V .

Die Hornzähne der Cyclostomen nach Untersuchungen an Myxine glutinosa, Petromyzon fluviatilis und marinus. Von Dr. Mar- tin Jacoby. (Aus dem II. anatomischen Institut zu Berlin.) EierzusTatelaVope Run. el a:

Die Fibrillen der Hornzellen der Haare und die Beziehungen der Pigmentkörperchen zu denselben. Von W. v. Nathu- sius, Halle. Hierzu Tafel VII .

Zur Kenntniss der Reifung des pathenogenetisch sich entwickeln- den Eies von Artemia salina.. Von Dr. August Brauer. (Aus dem zoologischen Institut in Marburg.) Hierzu Tafel VIIU—XI.

Beitrag zur vergleichenden Anatomie und Physiologie des Her- zens. Von Joh. Dogiel, Kasan. Hierzu Tafel XII und XIII und 3 Textfiguren

Ueber Leimbildung aus Marksubstanz. Von W. v. Nathusius, Halle BAG 5:

Ueber die Speeifität der Zelltheilung. Von Dr. David Hanse- mann, Privatdocenten und Assistenten am pathologischen Institut zu Berlin. Hierzu Tafel XIV

Beitrag zur Histologie der secundären Degeneration. Zugleich ein Beitrag zur Rückenmarksanatomie. Von Dr. Karl Schaf- fer, Dozent. (Aus dem histologischen Laboratorium der psychiatrischen und Nervenklinik zu Budapest.) Hierzu Tafel XV

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96

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244

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IV Inhalt.

Ueber den feineren Bau der Gelenke. Erste Hälfte. Abth. I: Die Gelenkmembran. Von Dr. med. J. Aug. Hammar in Upsala. Hierzu Tafel XVI, XVII, XVII a)...

Die Ohrtrompeten der Säugethiere und ihre Anhänge. Von Dr. Peter. (Aus dem II. anatomischen Institut zu Berlin.) Hierzu Tatel XIX, XX, XXI und 1 Holzschnitt . 3

Zellstudien. Von Dr. Friedrich Reinke, Privatdocent und Prosektor am anatomischen Institut in Rostock. (Aus dem anatomischen Institut zu Rostock.) Hierzu Tafel NXII—XXIV und eine Textfigur

Neue Untersuchungen über die Centralkörper und ihre Beziehun- gen zum Kern- und Zellenprotoplasma. Von Dr. med. Martin Heidenhain, Prosektor am Institute für vergleichende Anatomie, Embryologie und Histologie zu Würzburg. Hierzu Tafel XXV—XXXI.

Ueber generative und embryonale Mitosen, sowie über patholo- gische Kerntheilungsbilder. Von Dr. Valentin Häcker, Privatdozent und Assistent am zoologischen Institut der Uni- versität Freiburg i. Br. Hierzu Tafel XXXII und 2 Figuren im Text ee RT RE ER OE EN

Untersuchungen über das Gehirn der Vögel. II. Theil: Das Klein- hirn. Von Dr. F. Brandis (Friedrichsberg, Hamburg). Hierzu Tafel XNXXIII ee Een 1 RE

Ueber den feineren Bau der Gelenke. Abth. II: Der Gelenk- knorpel. Von Dr. J. Aug. Hammar in Upsala. Hierzu Tafel XXXIV und XXXV.

Das leitende Element in den Muskelfasern von Ascaris. Von Professor Dr. Stefan Apäthy in Kolozsvär. Hierzu Tafel XXXVI 5

ÖOntogenetische Differenzirung des Ektoderms in Neecturus. I. Studie. Von Julia B. Platt. Hierzu Tafel XXXVII—XLII

Seite

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(Aus der entwieklungsgeschichtlichen Abtheilung des anatomischen Institutes zu Breslau.)

Die Struktur des Keimbläschens im Ovarialei von Triton taeniatus.

Von

Prof. & Born.

Hierzu Tafel I—IV.

Als ich im vorigen Jahre bei Gelegenheit emer Experimen- talarbeit (10) genöthigt war, die Reifung der Amphibieneier zu untersuchen, fesselten mich die eigenthümlichen Bilder, die ich von der Structur der Keimbläschen im Ovarialei von Triton tae- niatus erhielt, in dem Maasse, dass ich beschloss, zunächst diese Dinge genauer zu verfolgen. Ehe noch meime Untersuchung abgeschlossen war, lag mir schon die Arbeit von Rückert (9) vor, welehe über ganz ähnliche Strukturen im Keimbläschen des Ovarialeies von Selachiern berichtete; Rückert war zu un- gefähr denselben Anschauungen über die Bedeutung der Bilder wie ich gelangt.

Die Bearbeitung des Themas zog sich aber über längere Zeit hin, als ich vorausgesetzt hatte; es lag dies daran, dass ich senöthigt war, neues Material nach vervollkommneten Methoden einzulegen und zu mikrotomiren. Die Fülle des Stoffes, der Reich- thum der Bilder erwies sich bald so gross, dass ich gezwungen war mich für's Erste auf eine Art, auf Triton taeniatus, zu beschränken. Ich hoffe aber bald eine ausführliche Mittheilung über die gleichen Verhältnisse bei den Anuren, über die schon ein ansehnliches Material fertig vorliegt, veröffentlichen zu können. Nach dem Erscheinen der R. Fiek'schen Arbeit (12) erscheint mir eine ausführliche Darlegung der Reifungserscheinungen wäh- rend des extraovariellen Lebens des Eies von Triton nicht so dringlich. Die nöthigsten Angaben darüber habe ich schon im Anatom. Anzeiger (10) gemacht, Näheres wird später folgen.

Herr eand. med. S. Lachmann hat mich durch Anfer-

Archiv f. mikrosk. Anat. Bd. 43 1

ND

G. Born:

tigung einer grossen Zahl von Serien bei dieser Arbeit auf das Ausgiebigste unterstützt.

Der folgende Aufsatz gliedert sich in 4 Theile:

1) Material und Methoden.

2) Darstellung der Beobachtungen.

3) Uebersicht und Besprechung der Literatur.

4) Zusammenfassung und Erörterung der Ergebnisse.

1. Material und Methoden.

Ueber die Beschaffung des Materials habe ich schon ım Anatom. Anzeiger (10) Einiges mitgetheilt. Da die Brunstzeit von Triton taeniatus vom April bis zum Juni dauert, so ist es nicht schwer, sich Ovarial-Eier aller Stadien, auch die letzten kurz vor dem Platzen der Follikel in reichlicher Menge zu be- schaffen. Wenn ich in der Mittheilung im Anatom. Anzeiger pg- 778 sagte, dass die Reifung der Eier „vom April bis Juni continuirlich erfolgt“, so muss ich diesen Ausdruck hier insofern präeisiren, als man nicht darauf rechnen kann, während dieser Periode an jedem Tage auch bei frisch gefangenen Weibehen die Endstadien im Ovarium zu finden. Wie ich unten pg. 29 noch einmal hervorgehoben habe, geht die Endreifung der Ova- rialeier schubweise vor sich, so dass man an manchen Tagen Endstadien nur äusserst spärlich, an anderen sehr reichlich antrifft. Es scheint mir, dass die Endreifung des Ovarialeies durch warme Witterung begünstigt wird.

Dieselbe Regel, die ich für das Aufsuchen der Tubeneier angegeben habe, gilt auch für das Aufsuchen der Endstadien der Ovarialeier; man muss die Weibchen an demselben Tage, mög- lichst kurze Zeit nachdem sie gefangen sind, tödten und eröffnen. Wartet man nur 24 Stunden, so wird man die Endstadien der Ovarialentwicklung nur sehr vereinzelt finden, bei noch länger gefangen gehaltenen Thieren fehlen sie ganz.

Diese Endstadien der Ovarialentwicklung sind dadurch charakterisirt, dass das Keimbläschen dieht unter die Oberfläche des dunklen Poles gerückt ist, wie dies für das Anurenei zuerst von 0. Hertwig nachgewiesen wurde !); man erkennt das ober-

1) 0. Hertwig, Beiträge zur Kenntniss der Bildung, Befruch- tung und Theilung des thierischen Eies, 2. Theil, Morpholog. Jahrb., Bd. III, S. 40 u. ff.

Die Struktur des Keimbläschens im Ovarialei von Triton taeniatus. 3

flächliche Keimbläschen leicht als einen grossen, wasserhellen, kreis- runden Fleck. Es finden sich alle Uebergänge von solchen Eiern, bei denen das Keimbläschen eben durehschimmert, bis zu solchen, bei denen es ganz unbedeekt an der Oberfläche zu liegen scheint. Auf das Genauere werde ich weiter unten noch zurückkommen.

Neben diesen ganz grossen Eiern mit äusserlich sichtbarem Keimbläschen, die immer nur in geringer Zahl angetroffen werden, findet man num alle möglichen mittleren und kleineren Formen bis zu den Ureiern hinab. So lange die Dotterablagerung noch nicht weit vorgeschritten ist, sehen die Eier im frischen Zustande durehsichtig aus, mit dem Fortschreiten der Dotterablagerung werden sie undurehsichtig und weiss, dann tritt allmählich die charakteristische Pigmentirung auf. Das Verhältniss zwischen grossen, mittleren und kleinsten Formen ist ein sehr wechselndes, auch bei T'hieren, die an ein und demselben Tage gefangen und getödtet wurden.

3ei der 5 Monate umfassenden Laichzeit von Triton taeniatus, innerhalb der die Reifung der Eier in immer neuen Schüben erfolgt, konnte ich sicher darauf rechnen, alle wünschenswerthen Stadien der ovariellen Entwicklung aufzufinden. Als Massstab der Entwick- lungshöhe habe ich die Grösse der (gehärteten) Eier benützt, aber- auch den Dottergehalt und die Lage des Keimbläschens zu Hülfe gezogen. Die Umbildung der Struktur des Keimbläschens, die mich hauptsächlich interessirte, geht der Grössenzunahme des Eies im Grossen und Ganzen parallel. Ebenso zeigen sich im Grossen und Ganzen bestimmte Beziehungen der Dotterablagerung zu den Strukturverhältnissen des Keimbläschens. Ein strenger Paralle- lismus dieser verschiedenen Processe findet aber, wie ich im Texte mehrfach auszuführen habe, durchaus nicht statt.

. Es gibt noch zwei, vielleicht sogar sicherere Wege, sich eine continuirlich aufsteigende Serie von Ovarialeiern zu verschaffen. Der eine ist der, dass man Thiere vom Larvenstadium an bis zum Eintritt der ersten Geschlechtsreife sammelt. Das möchte aber sehr schwierig auszuführen sein. Leichter ist der zweite Weg, dass man nämlich Tritonen vom Ende einer Brunstperiode bis zum Beginn der nächstjährigen einlegt. Diesen letzteren Weg habe ich jetzt betreten. Da es abernoch beinahe ein Jahr dauern wird, ehe ich dieses Material zusammen habe und ieh nicht ganz sicher bin, ob mir die vollständige Beschaffung desselben gelingt, so

4 G. Born:

halte ich es für richtig, meine bisherigen Resultate in extenso zu veröffentlichen. Jedenfalls muss man bei dem zweiten Wege mög- lichst vermeiden lange gefangen gehaltene Thiere zu verwenden; im Winter frisch ausgegrabene Tritonen zu bekommen ist aber nicht leicht.

Es ist durchaus nöthig, den Ovarialsack unter physiologi- scher Kochsalzlösung seiner ganzen Länge nach zu eröffnen und vor dem Einlegen in die Konservirungsflüssigkeit in möglichst kleine Stücke zu zerschneiden. Unterlässt man dies, so pressen sich die Eier in dem härtenden Reagens an einander und man erhält sehr erhebliche Detormationen. Auch ist die Einwirkung der Härtungsflüssigkeit dann keine ganz gleichmässige.

Als Härtungsflüssigkeiten habe ich im Anfang die von Flem- ming angegebene und von Od. Schultze für die Amphibieneier empfohlene Chromessigsäure, ausserdem auch Chromessigsäure- Sublimat angewendet. Diese Reagentien geben bei den grös- seren Eiern bis zu 0,5 mm Durchmesser herab ganz gute Re- sultate und lassen die Chromatinfadenstränge im Keimbläschen, wie ich sie beschrieben habe, nach Hämatoxylinfärbung sehr deut- lich erkennen. Für die kleineren Eier aber haben sie mich irre " geführt. Es tritt in ihnen eine Schrumpfung des ganzen Keim- bläscheninhalts ein, wobei sich derselbe von der Keimbläschen- wand häufig zurückzieht. Nach der Färbung erscheint dann der ganze Keimbläscheninhalt wie von einem dicht verfilzten, körnigen Chromatinnetz durchzogen, das bei den kleinsten Eiern, die sich direet an die Ureier anschliessen, aus groben, klumpigen Strängen zusammengesetzt erscheint. In Bezug auf diese Bilder habe ich meine Mittheilung im Anatom. Anzeiger (10, pg. 776), wie sich aus dem Folgenden ergeben wird, ganz erheblich zu modifiziren.

Anmerkung. Bald nach dem Erscheinen meiner Mittheilung im Anat. Anzeiger erhielt ich von Herrn Collegen RablinPrag ein Präparat mit der kurzen Bemerkung, dasselbe würde mich wohl interessiren. Es war ein Schnitt durch eine Tritonlarve, derin den Kernen der Ureier des Övariums sehr schöne regelmässige Chromatinfadenknäuel zeigte. In- zwischen war ich selbst schon mittelst der besseren, unten angeführten Methode zur Einsicht in die wahre Beschaffenheit des Chromatingerüsts der jüngsten Ovarialeier gelangt und konnte dem Prager Collegen so- gleich ein diesbezügliches Präparat einsenden.

Schon im vorigen Sommer war ich zum Schluss, wie auch aus der vorläufigen Mittheilung zu ersehen ist, auf eine Methode

Die Struktur des Keimbläschens im ÖOvarialei von Triton taeniatus. 5

gekommen, die für die Ovarialeier im Allgemeinen, speciell aber für die jüngsten Formen ungleich bessere Resultate gab als die zuerst angewendeten Reagentien. Sie bestand darin, dass ich die Ovarialstücke in heisse !/, °/, wässrige Chromsäurelösung brachte. Die Temperatur der Lösung betrug beim Einlegen ungefähr 80-90°C. In derselben blieben die Stücke 2 Tage liegen, natürlich war die Lösung auch in zugedeckten Gläsern bald bis zur Zimmertem- peratur abgekühlt; die Nachhärtung geschah also in !/,°/, Chrom- säurelösung von gewöhnlicher Temperatur. Dann wurden die Stücke 2 Tage lang in einem dem Zimmermann'schen nachge- bildeten Apparate in fliessendem Wasser gespült, in allmählich steigendem Alcohol gehärtet und in 80 ®/,igem Spiritus aufbewahrt.

In der Hitze gerinnt das Ei momentan durch und durch; darauf beruht es wohl, dass die nachfolgende Chromsäurewir- kung nicht solche Schrumpfungen in den wasserreichsten und zartesten Binnentheilen der Eier, namentlich im Keimbläschen, setzt, wie die kalten Reagentien, welche zuerst die Oberfläche des Eies fest gerinnen lassen und dann erst allmählich in die Tiefe durchdringen. Auch bei den grösseren Eiern war der Un- terschied zwischen der Wirkung der kalten und der warmen Chromsäurelösungen sehr in die Augen fallend, obgleich bei diesen, wie oben erwähnt, die kalten Lösungen auf die feinere Struktur des Keimbläschens nicht so deletär wirken, wie bei den Eiern unter 500 u Durchmesser. Die Gründe dafür werden sieh aus der Schilderung der verschiedenen Strukturformen von selbst er- geben. Das kolossale Keimbläschen der grossen Eier schrumpft übrigens auch in der heissen Chromsäure mitunter ein wenig, so dass zwischen ihm und dem Dotter an einer oder auch an zwei Seiten ein mit einem Gerinnsel gefüllter Raum liegt.

Auf das Bindegewebe des Ovariums wirkt die heisse dünne Chromsäurelösung natürlich ungünstig ein; dies bedeutet aber für unseren speciellen Zweck keinen erheblichen Schaden, in ge- wisser Beziehung sogar einen Vortheil. Nach dem Spülen ist es nämlich ein Leichtes aus den Ovarialstücken mit einem Pinsel unter Wasser die grössten Eier unbeschädigt auszulesen. Will man eimen längeren Aufenthalt der Ovarialstücke in physiolo- gischer Kochsalzlösung vor dem Einlegen vermeiden, so gelingt es auch jetzt noch sehr leicht, die Eier mit peripherem Keimbläs- chen unter der Lupe zu erkennen und auf diesem Wege zu iso-

6 B 01%

liren; natürlich zeigt sich das periphere Keimbläschen jetzt nicht als wasserheller, sondern als trübweisslicher, grösserer oder klei- nerer, kreisrunder Fleck auf der Oberfläche des Eies.

Ausser dieser Behandlungsweise habe ich auch Ovarialstücke in Sublimateisessig gehärtet. Derselbe giebt für die ersten beiden Sta- dien, die ieh unten zu unterscheiden und zu schildern habe, nament- lich nach der Färbung mit der M. Heidenhain’schen Hämatoxylin- Eisenlack-Methode ganz vorzügliche Bilder der Chromatinstruktur. Ebenso sind in solehen Präparaten die Endstadien (das 5. und 6. meiner Eintheilung), in denen das Chromatin im Keim- bläschen, wie wir unten sehen werden, wieder zu compakten Fäden verdichtet ist, sehr gut erhalten und leicht färbbar. Für die dazwisehen liegenden Stadien aber ist der Sublimateisessig vollkommen unbrauchbar. Man mag färben, wie man will, von dem, was ich unten als Chromatinfadenstränge bezeichnet habe, sind nur Andeutungen zu sehen. Erst die Reduktionsbilder der Chromatinfadenstränge (5. Stadium) sind etwas besser.

Osmiumgemische habe ich wenig gebraucht, da ich gleich bei meiner ersten Untersuchung von grossen Eiern ausging und ich bei diesen die Schultze’sche Erfahrung bestätigen musste, dass die Osmiumsäure schwer in die Tiefe dringt. Vielleicht könnte man bei einer protrahirten Einwirkung der Osmiumsäure und ihrer Gemische, wie sie jetzt von vielen (Böhm u. Oppe)) empfohlen wird, Besseres erreichen.

Die Schneidbarkeit der reifen Amphibieneier ist bekanntlich eine recht schlechte. Das Gleiche gilt für die Ovarialeier, sobald dieselben reichlicher Dotter enthalten. Von grossem Einfluss ist dabei die Vorbehandlung. Am besten schnitten sich die im Chromessigsäure gehärteten Eier, schon viel leichter bröckeln die mit heisser !/, °/,iger Chromsäure behandelten, am meisten zum Zerfall geneigt sind Sublimatpräparate. Da mich wesentlich das Keimbläschen interessirte, war ein Bruch im Dotter für mich kein Schaden von schwerwiegender Natur. Ich glaube übrigens nicht, dass die genaue Innehaltung der von OÖ. Schultze angege- benen Zeiten, während deren man die Objekte in absolutem Alkohol, Terpentin und Paraffin lassen soll, von entseheidendem Einflusse für die gute Schneidbarkeit der Eier ist. Ich habe Präparate 24 Stunden lang und darüber im Wärmeofen im Pa- raffın gelassen; dieselben schnitten sich grade so gut, ohne zu

Die Struktur des Keimbläschens im Ovarialei von Triton taeniatus. 7

bröckeln, wie andere, die nur 1—2 Stunden im heissen Paraffin geblieben waren. Warum aber manche Chromsäurepräparate sich gut, andere ebenso behandelte sich schlecht schneiden, darüber kann ich keine ganz sichere Auskunft geben.

Die grösseren Eier wurden stets einzeln so aufgesetzt, dass die Sehnittebene dureh den dunklen und hellen Pol der Eier hindurchging. Bei den kleineren war das natürlich nicht möglich.

Gewöhnlich waren meine Schnitte 10 u diek; von einem guten Objekt erhält man mit Leichtigkeit auch Serien von 5 u Dieke, doch bieten so dünne Schnitte wenigstens für die Struk- turen, die mich hier beschäftigen, durchaus keine Vortheile.

Die Schnitte wurden fast ausschliesslich mit dem dicken Strasser’sehen Oollodium-Rieinusöl-Gemisch auf dem Objekt- träger festgeklebt. Will man die Schnitte mit Wasser oder dünnem Alkohol auf dem Objektträger fixiren, so muss man sie, nachdem sie lufttrocken geworden sind, doch noch mit einer dünnen Collodium-Rieinusölschieht überziehen, da nach den Er- fahrungen von M. Heidenhain u. A., die ich durchaus be- stätigen kann, Schnitte von Chromsäurepräparaten ohne dieses Hülfsmittel sich mit Wasser oder dünnem Alkohol nicht sicher fixiren lassen. Nach dem Ueberziehen mit Collodium-Rieinusöl ist der Objektträger einen Augenblick bis zum Schmelzen des Paraffins zu erhitzen; nach dem Abkühlen kann man das Präparat, ohne Ablösung der Schnitte befürchten zu müssen, durch Xylol, die Alkohole und Farbstoffe führen. Ich ziehe im Allgemeinen den Unterguss mit Strasser’scher Klebmasse dem Ueberzuge mit derselben vor, wenigstens wenn es sich um Amphibieneier handelt, da auch der weichste Pinsel leicht Dotterkörner über die Umgebung verschmiert. Die Färbung, die der Unterguss oder Ueberzug im Hämatoxylin annimmt, geht bei der Nach- behandlung mit den unten zu besprechenden Auszugsmitteln wieder vollkommen heraus.

Als souveraines Färbungsmittel hat sich mir für meine Objekte Böhmer’sches Hämatoxylin erwiesen. Die übrigen Hämatoxylinpräparate (Grenacher’sches alkoholisches Häma- toxylin, Mayer’sches Haemalaun und Haemammon, Ehrlich- sches Hämatoxylin) ergeben für die leichter zu färbenden An- fangs- und Endstadien eben so gute Bilder, tingiren aber die schwierigen Mittelstadien zu schwach. Auch die M. Heiden-

8- G. Born:

hain’sche Hämatoxylin-Eisenlackfärbung leistet hier nieht das Gewünschte.

Mit Carmin und den verschiedensten Anilinfarben habe ich niehts Erfreuliches erreicht. Was man bei Stückfärbung mit Boraxcarmin, von der ieh nach ©. Schultze’'s Beispiel ausging, sehen kann, habe ich auf pg. 773 meiner ersten Mittheilung angedeutet.

Das Böhmer’'sche Hämatoxylin ist nun aber je nach den Stadien, die man vor sich hat, verschieden anzuwenden. In den ersten und in den Endstadien der Ovarialentwicklung findet sich das Chromatin des Keimbläschens in der gewöhnlichen Form, d. h. es erscheint in eompakten, relativ dieken Fäden und Strängen; anders in den Mittelstadien, in denen das Chro- matin des Keimbläschens in äusserst feinen Fäden angeordnet ist; es eoneentrirt sich in diesen, wie wir sehen werden, aus einem beinahe diffus vertheilten Zustande. In diesem Zustande und bei Beginn der Fadenbildung nimmt es den Farbstoff viel schwerer an, als wenn es zu compakteren Massen verdichtet ist. Man kann auf das Deutlichste verfolgen, wie die Tinktionsfähigkeit des Chromatins mit der Verdichtung desselben sich allmählich steigert. Man wird sich darnach bei der Färbung zu richten haben. Die Anfangsstadien wie die Endstadien der Ovarialentwicklung, ebenso übrigens auch Bauchhöhleneier, 'Tubeneier, befruchtete und gefurehte Eier dürfen nur kurze Zeit der Einwirkung des Farbstoffes ausgesetzt werden, wenn man Ueberfärbung vermeiden will. Letztere ist namentlich bei den extraovariellen Stadien, in denen der oder die kleinen Kerne leicht von den stark gefärbten Dotterkörnern verdeckt werden, von Schaden. Nach Chromsäure- vorbehandlung (es ist dabei gleichgültig, ob man heisse !/, 9%, Chromsäure oder Chromessigsäure angewendet hat) zeigt sieh nämlich folgendes, so viel ich weiss, noch nieht bekannte eigen- thümliche Verhalten der Dotterkömer und des Chromatins gegen- über dem Hämatoxylin. Bei kurzer Einwirkung des Farbstoffs (5—15 Minuten) erscheint das Chromatin dunkel gefärbt, die Dotter- körner aber noch gar nieht oder ganz blass. Lässt man dagegen die Präparate stunden- oder gar einen Tag lang in der Häma- toxylinlösung, so werden die Dotterkörner dunkelschwarzblau und behalten diese Farbe, wenn man mit saurem Alkohol oder Eisen- alaun auszieht auch dann noch, wenn jede Spur der Tinktion

Die Struktur des Keimbläschens im Ovarialei von Triton taeniatus. 9

aus den Chromatinstrukturen verschwunden ist. Die mittleren Stadien der,Ovarialentwicklung bedürfen aber grade dieser langen Einwirkung des Farbstoffs, damit ihre Chromatinstruktur sich überhaupt färbt. Hier muss man die starke Färbung der Dotterkörner mit in den Kauf nehmen, dieselbe stört nicht, weil die interessirenden Chromatinstrukturen innerhalb des grossen Keimbläschens in einer ganz hellen Grundsubstanz eingelagert liegen, die den Farbstoff sehr leicht an das Auslösungsmittel abgiebt.

Es ergeben sich danach zwei Modificationen der 'Tinetions- methode.

1) Für die Anfangs- und Endstadien der Ovanialeier, für Tuben-, Bauchhöhlen-, Uterus-, befruchtete und gefurchte Eier 5—15 Mi- nuten n Böhmer’sches Hämatoxylin, dann einige Minuten in fliessendes Wasser, darauf ganz kurzes Abspülen entweder in folgender Lösung: Alcohol 70°), 200 Salzsäure guttae 5 eoneentrirte wässerige Lösung von Orange G. 3 cem, oder m !/,/, Lösung von M. Heidenhain’schem Eisenammonalaun, die bis zur Dunkelgelbfärbung mit Orange G. versetzt ist. Das Abspülen mit Säurealkohol darf nur so lange dauern, bis der Unterguss gerade seine schwache Färbung verloren hat. Aus dem sauren Alkohol werden die Objeetträger so lange in ein Glas mit reinem 70°, Alkohol gestellt, der am Boden eine Schicht Schlemmkreide mit Fliesspapier überdeekt enthält, bis jede Spur der Säure ausge- zogen und neutralisirt ist. Die Weiterbehandlung ist die ge-

wöhnliche. Hat man mit Eisenammonalaun ausgezogen, so wird mindestens !/, Stunde (länger schadet nichts) in fliessendem Wasser gespült; darauf folgt die übliche steigende Alkohol- reihe, Xylol und Canadabalsam. Man lernt dies Verfahren sehr leicht so weit ausprobiren, dass die Dotterkörner hellgelb, das Uhromatin der Kerne dagegen tiefblau gefärbt erscheint. Natür- lich kann man als Contrastfarben noch eine ganze Reihe anderer Farbstoffe in Anwendung ziehen.

2) Für die Mittelstadien der Ovarialentwicklung. Die Ob- Jeetträger kommen auf 24 Stunden in Böhmer’sches Hämato- xylin. Für besonders schwierige Stadien ist es sogar empfehlens- werth, das Glas mit dem Farbstoff und den Objeetträgern auf den Paraffinofen zu stellen. Nachdem die Präparate einige Mi- nuten im fliessenden Wasser gestanden haben, erscheinen sie

10 G. Born:

vollkommen schwarz, ebenso ist der Unterguss sehr dunkel ge- färbt. Nun muss ausgezogen werden, etwa 1 Minute in dem sauren Alkohol wie oben, oder 5—15 Minuten n 1/,—17/,%/, Eisenammonalaunlösung. Ganz genaue Vorschriften über die Zeit- dauer des Ausziehens lassen sich nieht geben, auf alle Fälle muss der Unterguss farbentrei werden; es ist, wie bei ähnlichem Ver- fahren durchaus nöthig, das Ausziehen unter dem Mikroskop zu überwachen. Man nimmt den Objeetträger aus dem Auslösungs- mittel, spült in Alcohol, resp. Wasser ab und durchmustert das Präparat bei schwacher Vergrösserung. Ist die gewünschte Dif- ferenzirung erreicht, so folgt die Weiterbehandlung wie bei 1.

Eine Methode, die Rückert bei den Ovarialeiern der Haifische gute Resultate gegeben hat, habe ichnur wenig versucht, undals diese Versuche nicht sehr ermuthigend ausfielen, habe ich sie ganz bei Seite gelassen. Die Methode besteht darin, das Keimbläschen herauszuprä- pariren, was übrigens bei gehärteten Ampbhibieneiern sehr leicht ist, es zu färben, aufzuhellen und im Ganzen zu untersuchen. Ich gebe sehr gern zu, dass diese Methode für die Beantwortung mancher Fragen, die man mittelst des Schnittserienverfahrens nur schwierig oder unsicher entscheiden kann, Besseres verspricht; doch ist aus ge- wissen Gründen das Amphibienei für das Rückert’sche Verfahren kein sehr günstiges Object. Jedenfalls hätte es sehr langer Zeit bedurft, um eine Methode für das Amphibienei ausfindig zu machen, mittelst derer man von der inneren Structur des ganzen Keim- hläschens so klare Bilder bekommt, wie sie Rückert beim Se- lachierei gesehen hat, und diese Zeit konnte ich nicht mehr auf- wenden,

2. Darstellung der Beobachtungen.

EBeStadı um. ‚Ureıer.

Ureier finden sich im Ovarialsack ausgewachsener Tritonen mitunter sehr zahlreich zwischen den grösseren Eiern einge- sprengt. Dieselben liegen theils in „Nestern“ zusammen, dann ist das ganze Nest von einer Hülle, die aus platten Follikelzellen besteht, umgeben; theils liegen sie einzeln oder zu zweien, dann zeigen die einzelnen oder paarweise zusammengelagerten Ureier denselben Belag von Follikelzellen, wie die ganzen Nester.

Die Struktur des Keimbläschens im Ovarialei von Triton taeniatus. 11

Die Grösse, bis zu der ein solches Gebilde durch die Beschaffen- heit des Zellleibes und des Kernes als Urei characterisirt ist, reicht bis zu Zellen von etwas über 25 u Durchmesser. Der Kern füllt die Zelle fast ganz aus, sein Durchmesser steigt bis auf 23 u.

Am schönsten erhalten fanden sich die Ureier an Sublimat- eisessigpräparaten, die nach M. Heidenhain mit Hämatoxylin- Eisenlack gefärbt waren, doch lassen sie sich auch nach der von mir gewöhnlich benutzten Härtung in heisser !/,°/, Chromsäure und Färbung in Böhmer’schem Hämatoxylin genügend gut beobachten.

Nach der Sublimatbehandlung erscheint der schmale Proto- plasmaleib der Zelle ganz heliviolett und leieht kömig. Aehnlich ist sein Aussehen nach der Chromsäurewirkung, nur dass er sich dann um den Kern zusammengezogen hat und nur mit einzelnen ausgezogenen Spitzen die Follikelwand erreicht. An den Sub- limatpräparaten sah ich nach der Heidenhain schen Färbung oft in einer eingetieften Stelle dem Kern dicht anliegend eine spindelförmige Ansammlung feinkörnigen Protoplasmas mit meh- reren dunkel gefärbten Kömern im Innern; doch will ich auf diese Dinge hier nieht weiter eingehen.

Sowohl in den einzelnen wie in den in Nestern zusammenliegen- (den Ureiern fanden sich die Kerne sehr häufig in verschiedenen Sta- dien der Mitose, die ich aber als für meine Zwecke unwesentlich hier nieht näher schildern will. Die „ruhenden* Kerne erscheinen etwas länglieh und sind häufig an einer Längsseite eingebuchtet. Das Innere des Kerns wird von einem sehr dichten, dunkelviolett ge- färbten, ehromatischen Kerngerüst angefüllt; die feineren Fäden desselben erscheinen leicht körnig: dieke und dunkle „Netz- knoten*“ oder „Körner“ sind im dem Netze sehr zahlreich, na- mentlich bei den Sublimatpräparaten beherrschen sie das Bild.

An der Peripherie des Kernes setzt sich das chromatische Kerngerüst direkt in eine ausgezeichnet ausgebildete, durch- brochene chromatische Kernmembran fort.

Das die Maschen des Kerngerüstes anfüllende Karyohyalo- plasma, die Kerngrundsubstanz, ist sehr hell.

Innerhalb der Maschen des Kerngerüstes, also im Inneren des Kerns, bemerkt man einen oder einige grössere, gleichmässig runde Kermkörperchen, die sich (an Chromsäurepräparaten) etwas

12 6. Born:

schwächer wie die Fäden und Knoten des Kermgerüstes färben. Das Ganze bietet weiter nichts, als das typische Bild eines ruhenden Kerns. Ich habe deswegen auf eine besondere Ab- bildung verzichten können.

ll. Stadium. Ausbildung eines Chromatinfaden- knäuels und Rückbildung desselben. Eier von 150 u.

(Fig. 1 bis 6 auch 7, Text zu dieser siehe p. 26.)

25

Eine erste Stufe dieses Stadiums umfasst die Eier bis zu einem Durchmesser von etwa 60 u; der Kerndurchmesser steigt bis zu 35 u (Fig. 1). Diese sehr wichtige Stufe lässt sich kurz charakterisiren als die der Umwandlung des netzförmigen Kern- gerüstes in einen diehten Knäuel grober Chromatinfäden. Im Einzelnen ergibt sich Folgendes:

Das Protoplasma der Eizelle nimmt entsprechend der Ver- grösserung des Kernes zu, dasselbe erscheint immer noch fein- körnig, wenn auch merklich gröber gekörnt als bei den jüngsten Eiern. Die Färbung wird an Chromsäurepräparaten dunkler (blassrothviolett); die Consistenz muss erheblich gestiegen sein, denn die Eier sind in denselben Präparaten, in denen die Ureier geschrumpft erschienen, nur ganz wenig oder gar nicht eontrahirt. An Sublimateisessigpräparaten sind die Unterschiede des Proto- plasmaleibes dieser jüngsten Eier im Vergleich zu dem der Ur- eier noch viel ausgeprägter, denn bei dieser Behandlung nimmt (las Protoplasma auch der kleinsten Eier nach der Hämatoxylin- Eisenlackfärbung eine intensiv dunkelblaue Farbe an.

Am Kern bemerkt man folgende Veränderungen. Die grob- körnige ehromatische Kernmembran ist verschwunden ; der Durch- schnitt der Kernmembran erscheint jetzt als gleichmässig feine, nur schwach gefärbte Linie.

An Stelle des engmaschigen Chromatinnetzwerks oder (serüsts im Kem der Ureier ist das Innere des Kerns von einer Anzahl dieker, grobkörniger,, durcheinander gewundener Chromatinfadenstücke durchzogen (vergl. Fig. 1). Es ist klar, dass dieselben unter Zunahme des Chromatins durch eine Art Coneentration desselben aus den feineren Nebenästen des Netz- werks oder Gerüsts auf die Hauptzüge entstanden sind. Diese Art der Entstehung verräth sich bei den kleineren Eiern erstens

Die Struktur des Keimbläschens im Ovarialei von Triton taeniatus. 13

durch den gekniekten und gebrochenen Verlauf der Fadenstücke, später ziehen dieselben in sanft geschwungenen Linien;

ferner dureh ihre diehte Lagerung die gewöhnliche Distanz beträgt nur 2—3 u und endlich durch die unruhige, gezackte

Contour derselben. Es spielt sich also an dem Chromatingerüst der Ureier dieselbe Umwandlung ab, wie am Anfang der Karyo- kinese: die Umwandlung aus einem Netzwerk in einen Knäuel; dass die weiteren eharakteristischen Stufen der Karyokinese aber

darauf nicht folgen höchstens könnte man sagen, es geht der anfänglich diehte Knäuel in einen lockern über braucht

wohl kaum erst erwähnt zu werden. Diese sehr wichtige Um- bildung der Kerne, die offenbar zur specifischen Ausbildung des Eies in Beziehung steht, berechtigt dazu, von diesem Stadium an nieht mehr von Ureiern, sondern von Eiern zu sprechen; es wäre dies ungefähr bei einem mittleren Zelldurchmesser von über 30 u und einem Kerndurchmesser von einigen 20 u.

Bei den jüngeren Eiern des Stadiums, die direkt an die Ureier anknüpfen, sitzen die Chromatinfäden sicher an der Mem- bran, bei älteren scheinen sie mir nur sehr dieht an derselben vorbei zu ziehen.

Die bekannten Fragen, die sich fast bei jedem Knäuel- stadium stellen: Hängen die Chromatinfäden auch durch Quer- brücken mit einander zusammen, handelt es sich also eigentlich um ein weites Netzwerk mit spärlichen Querbrücken zwischen gleichmässig dieken, durch einander gewundenen Fäden, oder findet an Stellen, wo es den Anschein dafür hat, nur eine Ueber- kreuzung statt, und weiter: setzt sich der Knäuel aus einem einzigen, der Länge nach continuirlichen Faden oder aus einzelnen, an einander gereihten Fadenstücken zusammen, lassen sich an dem nicht gerade überaus günstigen Objekte nicht mit voller Sicherheit beantworten übrigens genau so, wie in den meisten derartigen Fällen. Ich möchte annehmen, dass Querverbindungen (im Anschluss an das ursprünglich vorhandene Gerüst) anfänglich vorhanden sind, später aber verloren gehen, und ferner, dass der Chromatinfaden, der den Knäuel zusammensetzt, vorläufig der Länge nach ungetheilt ist.

Die Nucleolen sind etwas zahlreicher; man findet in einem eentralen Schnitte von 10 u mitunter doch bis 10; sie nehmen jetzt ihre (für das unreife Amphibienei) charakteristische Stellung

14 G. Born:

dieht an der Kernmembran ein. Immerhin sind sie im Vergleich zu späteren Stadien noch sehr spärlich. Die Dimensionen sind ungleich, doch überwiegen, wie die Figuren lehren (im Ver- gleich zu späterhin), kleinere und kleinste Formen. Jeder Nucleolus ist von einem hellen körnehenfreien Hofe umgeben (Sehrumpfungserscheinung ?).

Die Grund- oder Zwischensubstanz zwischen den Chro- matinfäden erscheint reiehlicher, dunkler gefärbt und kömiger als bei den Ureiern. Eine besondere Eigenthümlichkeit tritt schon jetzt, wie auch in allen folgenden Stadien (am Präparate aus leicht begreiflichen Gründen deutlicher als in der Zeichnung), hervor. Dieht an den Chromatinfäden ist die Grundsubstanz be- sonders dunkel und körmnig und hellt sich gegen die Mitte des Zwischenraumes zwischen zwei CUhromatinfäden hin mehr und mehr auf. Man bekommt das Bild heraus, wenn man mit Tinte dieke gewundene Linien in entsprechenden Abständen auf Lösch- papier zeichnet.

In eine zweite Stufe desselben Stadiums gehören die Eier von etwa 60-90 u mit Kernen von 35—55 u Durchmesser (Fig. 2, 3 und 4). Dieselben sind dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Wachsthume des Kernes der dichte, grobfädige Chro- matinknäuel zu einem lockeren, (dünnfädigen umgestaltet wird. Die Beziehung zu dem sehr erheblichen Wachsthume des Kernes ist bei dieser Veränderung sehr leicht zu erkennen. Das Wachsthum der Chromatinfadensubstanz hält offenbar mit der Zunahme des Kerndurehmessers nicht zleiehen Sehritt. Die Kernfäden werden in Folge dessen immer feiner ausgezogen und rücken immer weiter auseinander. Es lohnt wohl den Zeichnungen gegen- über nicht hier absolute Masse anzuführen. Die feineren, dunkel- violetten Chromatinfäden bekommen dabei, wie schon erwähnt, allmählich einen schön geschwungenen, bald mehr welligen, bald mehr gestreekten Verlauf. Die zackigen Ränder, welche sie im Anfang besassen, verschwinden, die Zusammensetzung aus einzel- nen ungleich grossen Mikrosomen aber bleibt immer noch deut- lich. Ansätze an die freie Zellmembran finden sich seltener (wie ebenfalls erwähnt).

Die oben geschilderten Färbungs- und Körnungsunterschiede in der Zwischensubstanz zwischen den Chromatinfäden bleiben

Die Struktur des Keimbläschens im Ovarialei von Triton taeniatus. 15

noch deutlich. Die Chromatinfäden sind von einem Saume oder Mantel einer dunkleren und körnigeren Substanz begleitet, die sich gegen die Mitte des Zwischenraumes zwischen zwei Chromatinfäden aufhellt. Die bildliche Darstellung dieser Struktur hat einige Schwierigkeiten. Zeichnet man nämlich nür das, was man in einem optischen Querschnitte sieht, so enthält die Zeichnung natürlich nur sehr kurze Abschnitte der Chromatin- fäden, dagegen erscheinen die Distanzen zwischen den Chromatin- fadenstücken sehr gleichmässig; das ganze Bild hat etwas durch- aus regelmässiges an sich ; jedes Chromatinfadenstück ist wie von einer dunkleren, körnigen Wolke umgeben, die nach aussen allmählich abblasst. So ist Fig. 2 ausgeführt. Gibt man dagegen grössere Abschnitte der Chromatinfäden wieder, wie es bei Ver- folgung durch verschiedene Ebenen mittelst der Mikrometer- schraube möglich ist, so leidet die Regelmässigkeit der Struktur ganz erheblich, so in Fig. 3 und 4. Es muss. also zur Ergänzung der bildlichen Darstellung bemerkt werden, dass die Chromatin- fäden zwar in allen Richtungen des Raumes durcheinander ge- wunden scheinen, dabei aber sehr gleichmässige Abstände von einander innehalten; wo dies nicht der Fall zu sein scheint, wie in Fig. 3 und 4, kommt dieser Anschein daher, dass in ver- schiedenen Ebenen gelegene Fadenstücke in der Zeiehnung in eine Ebene zusammengezogen sind.

Inzwischen hat die Zahl und Grösse der peripheren Nu- eleolen stetig zugenommen.

Im Eiprotoplasma tritt dieht um den Kern eine besonders körnig fädlige Schicht auf, so dass man mitunter Mühe hat, die feine Kernmembran zu erkennen (vergl. Fig. 3).

Die dritte und letzte Stufe dieses Stadiums umfasst die Eier, bei denen die Chromatinfäden immer feiner und allmählich undeutlich werden, bis dieselben schliesslich nur noch bei ange- strengter Aufmerksamkeit zu sehen sind. Es sind dies die Eier von 90—150 u Durchmesser mit einem Kern von 60—90 u. Doch sei ausdrücklich hervorgehohen, dass die Grenze, bei der die Chromatinfäden gänzlich auch in den letzten Spuren verschwun- den sind, wohl noch etwas höher zu setzen ist. Denn noch bei Eiern von 200 u Durchmesser und darüber mit einem Kern von etwa 110 u gelang es mir häufig, feinste Reste der Chromatin- fäden zu erkennen; es hängt dies übrigens auch sehr merklich

16 G. Born:

von der Tinktionsintensität ab, die natürlich nicht bei allen Prä- paraten genau dieselbe sein kann.

Dass es sich bei diesem Vorgange nicht allen um ein feines Ausgezogenwerden der Chromatinfäden bei der fortschrei- tenden Vergrösserung des Kernes handeln kann, dafür spricht vor allem, wie wir sehen werden, die Art und Weise, in der das Chromatin später wieder im Keimbläschen auftritt. That- sächlich sieht man bei den Eiern unserer Grösse den Binnenraum des Keimbläschens von äusserst feinen, dunkel violetten, schwach geschwungenen und gebogenen Fäden durchzogen. Die Quer- abstände der Fäden nehmen mit der Feinheit derselben zu. Immer aber erkennt man, dass die Fäden aus etwas ungleichen, aneinandergereihten Mikrosomen bestehen (siehe Fig. 5). Bei Eiern von 150—180 u sind die selbst mit einer guten Immersion nur mehr schwierig wahrnehmbaren Fadenstücke nicht mehr con- tinuirlich, sondern. zeigen sich unregelmässig unterbrochen (vgl. Fig. 6). Schliesslich vermag man nur noch hie und da ein halbzerbröckeltes, allerfeinstes Fadenrestehen zu entdecken.

Oben habe ich schon einer ziemlich gleichzeitig mit dem Chromatinfadenknäuel auftretenden Erscheinung in der zwischen dden Fäden gelegenen Schicht gedacht. Dieselbe umhüllt als ein dunkler körniger Mantel die Chromatinfäden und hellt sich gegen (die Mitte des Zwischenraums zwischen zwei Chromatinfäden mehr und mehr auf. Mit der Verfeinerung und der grösseren Ent- fernung der CUhromatinfäden von einander werden die dieselben umhiüllenden, dunkler körnigen Schichten der Grundsubstanz des Kernes heller, aber zugleich breiter; doch bleibt ein Unterschied gegenüber den dazwischen liegenden hellsten Zügen oft sehr deut- lich; die Grundsubstanz des Kernes sieht, wie ich mich gewöhn- lich in den Protokollen ausgedrückt habe, wolkig aus; in der Mitte der dunkleren Wolkenzüge findet man die Reste der feine- ren, dunkelvioletten Chromatinfäden (vgl. Fig. 6). Natürlich hängt die Deutlichkeit des Bildes von vielen Zufälligkeiten, vor allem aber im höchsten Grade von der Intensität der Färbung ab. Das Hervortreten der „Wolken“ beruht vielmehr auf stär- kerer Körnung, als auf stärkerer Färbung; man sieht die Erschei- nung daher am deutlichsten bei recht enger Blende. Im Ganzen hellt sich die Substanz des Kerns mit zunehmender Grösse auf.

Ausserdem trifft man innerhalb des Kernes in diesem Stadium,

Die Struktur des Keimbläschens im Övarialei von Triton taeniatus. 17

in dem die Chromatinfäden verschwinden, mit zunehmender Häu- tigkeit

1) einzelne eentrale Nucleolen, die an Grösse und Färbung dien peripheren gleichen,

2) helle, vaeuolenartige, gewöhnlich ovoide Räume, in deren Innerem ein körmiger Centralkörper liegt, der sich durch seine blasse Färbung und erhebliche Grösse, sowie auch durch die starke Körnung von den gewöhnlichen Nucleolen (auch von den eentralen) unterscheidet (siehe Fig. 6); ob es sich nicht doch um gequollene und abgeblasste, von ihrem Hofe umgebene Nucleolen handelt, wage ich nieht zu entscheiden.

Die Zahl der peripheren Nueleolen hat nicht bloss absolut sondern auch relativ (zur Kernvergrösserung) sehr erheblieh zu- genommen. Ein Blick auf die Figuren lehrt, dass die Nucleo- len viel zahlreicher sind und viel: häufiger zu zweit und dritt dieht bei einander liegen als vorher. Es überwiegen mittelgrosse und kleinere Formen.

Vom Eiprotoplasma sei nur bemerkt, dass sich bei starker Färbung in demselben jetzt ein eigenthümliches, dunkleres Netz- werk bemerklich macht, dessen Bedeutung ich nieht weiter ver- folgt habe.

Recapituliren wir kurz bis hierher. Bei der Umbildung der Ureier in Eier (Zellen von 25—60 u Durchmesser) zieht sieh das offenbar an Masse wachsende Chromatin des Kerngerüsts zu einem diehten, grobfadigen Fadenknäuel zusammen, während zugleich die Kernmembran ihre Chromatinkörnung verliert, die Nueleo- len an Zahl und Grösse zunehmen und ihre charakteristische periphere Stellung dieht an der Kernmembran einnehmen. Das Karyoplasma umhüllt die Chromatinfäden des Knäuels mit dunk- len körnigen Zügen Wolkenbildung. Bei Eiern bis zum Dureh- messer von 90 u werden die Chromatinfäden des Knäuels feiner und rücken weiter auseinander, etwa entsprechend dem Wachs- thume des Kerns. Bei Eiern bis zum Durchmesser von 150 u wer- den die Chromatinfäden noch feiner, diseontinuirlich und verschwin- den schliesslich (bei etwa 200 u Durchm.); die „Wolkenbildung“ im Karyoplasma bleibt, nur dass die dunkler körnigen Züge, die wie Wolken dasselbe durchsetzen, breiter und relativ blässer er- seneinen; die Zahl der Nucleolen hat enorm zugenommen.

Archiv f. mikrosk. Anat. Bd. 43 2

18 G. Born:

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II. Stadium. Eier von 200—5350u Durehmesser. (Fig. 8a und b auch Fig. 9 und 10, siehe Text p. 26.)

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Bei Eiern von 200—550 u Durchmesser sind, von den Nuc- leolen abgesehen, im Kern keine distinkt geformten Chromatin- theile mehr vorhanden: es giebt kein ehromatisches Kerngerüst, kein ehromatisches Netzwerk, keinen chromatischen Knäuel mehr.

Das Innere des Kerns zeigt sich durchweg von einer äus- serst feinkörnigen Substanz erfüllt, deren Körner die Tinktion

nur sehr schwach annehmen. An dünnen Schnitten und bei weiter Blende erscheint die Ausfüllung des Kerminnern mit dieser körnigen Substanz beinahe gleichmässig, an etwas dickeren Schnitten und bei enger Blende bemerkt man deutlich dieselben wolkenartigen, dichteren und dunkleren Züge, die durch schmale Kanäle einer helleren und weniger körmnigen Substanz von einander getrennt sind, wie in den früheren Stadien (vgl. Fig. Sa und Sb).

Geht man zu etwas grösseren Eiern, so nimmt der Kernin- halt, ich weiss es kaum anders auszudrücken, anstatt eines kör- nigen ein mehr körnig-fädiges Aussehen an. Namentlich die dunkleren Züge erscheinen wie aus einem ganz dichten Filzwerk oder Netzwerk feinster, körniger, blassvioletter Fäden zusammen- gesetzt. Doch kann man dies durchaus nicht als eine besondere Chromatinstruktur auffassen; dazu sind die Fäden und Körner bislang zu blass und zu fein. Jemand, der ein solches Präparat bei schwacher Vergrösserung sieht, würde den Kerninhalt als chro- matinarm und schwach körnig bezeichnen.

Dieses Bild erhält sich, bis die Eier eine Grösse von etwa 350, und das Keimbläschen eine Grösse von 150 u erreicht hat. Dann beginnen Veränderungen, welche auf Ausbildung einer Chromatinfadenstruktur besonderer Art hinzielen, aber erst bei Eiern, die 450—500 u Durchmesser, bei einem Keimbläschen von nahe an 200 u, erreicht haben, wird die neue Struktur einiger- massen scharf.

Bei Eiern von 150—350 u Durchmesser erscheint also jede Chromatinfadenstruktur im Kern (90—150 u) verschwunden und der Kern ganz von einer blassen körmnig-fädigen Substanz er- füllt, die nur unter günstigen Bedingungen eine Andeutung von dunkleren Zügen mit helleren Zwischenräumen erkennen lässt.

Die Struktur des Keimbläschens im Ovarialei von Triton taeniatus. 19

Es ist aber natürlich kaum anzunehmen, dass während dieser Periode das Chromatin ganz aus dem Kerne (mit Ausnahme der Nucleolen) verschwunden sei, vielmehr kommt man durch den direkten Eindruck der Bilder zu der Auffassung, dass sich dasselbe nur äusserst fein in der umgebenden Kerngrundsubstanz vertheilt habe. Ich denke mir die Zertheilung in Form einer Art Netzbildung und Aufquellung, wobei die Chromatintheilehen durch eine eindringende farblose Substanz zu einem feinen Netzwerk auseinander gedrängt werden und gleichzeitig dureh Imbibition mit der hellen Substanz quellen und blasser werden. Der Vor- gang beginnt natürlich an der Peripherie der Chromatinfäden, daher erschienen diese wie von dunklen, körnigen Höfen (den Wolken) umzogen, die, während die Chromatinfäden sich mehr und mehr bis zur Unmessbarkeit verschmälern, ihrer- seits breiter und gleiehmässiger werden, bis zwischen den körnigen, breiten Strängen schliesslich nur ein Minimum einer helleren und weniger körnigen Substanz bleibt. Bei dem folgen- den Stadium habe ich ausführlich darzulegen, dass es Eier giebt, die im Stadium II und III ein durchaus anderes Bild bie- ten, als die bisher: geschilderten, ich verweise deshalb auf p. 26.

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IV. Stadium. Eier von 350-800u Durchmesser. Bildung der Chromatinfadenstränge. (Fig.?711—23.)

Dieses Stadium lässt sich, abgesehen von den Grössenver- hältnissen, als das charakterisiren, bei dem die Ablagerung der Dotterkörner im Protoplasma des Eies beginnt, um allmählich von der Peripherie des Eies aus soweit fortzuschreiten, dass schliesslich die Dotterkörner das Keimbläschen erreichen. Das Keimbläschen verlässt bald seine centrale Stellung und rückt allmählich der Eioberfläche näher.

Bei den jüngeren Eiern dieses Stadiums leiten sich die Veränderungen am Keimbläschen in folgender Weise ein:

An der Peripherie des Keimbläschens tritt eine körnchen- freie helle Zone auf, in weleher die peripheren Nucleolen liegen (vgl. Fig. 11—14). Die Breite derselben beträgt zuerst 5—6 u. Dieselbe nimmt von jetzt an immerfort zu. Bis auf diese köm- chenfreie Randzone ist das ganze Innere des Kerns von 10— 15 u dieken, ganz nahe bei einander liegenden Strängen ange-

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füllt, die im allen möglichen Riehtungen durcheinander gewunden sind (vgl. Fig. 11 und 13). Dieselben sind nur durch sehr schmale, helle, körnehen- und fädehenarme Zwischenräume von einander getrennt. Die Stränge bestehen aus äusserst feinen, in allen möglichen Richtungen durch einander gefilzten Chroma- tinfäden. Die Chromatinfäden sind anfänglich sehr fein, blass