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I3ct. OtfclMfe

staatswissenschaftliche Stadien,

In Verbindung mit

Prof. Dr. Sliebenr in Erlangen, Sektionschef Prof .Dr.yon LuuB»-Steniegg in Wien, Geh.*Bat Prof. Br. Laspeyres in Giefsen, Prof. Dr. Lezis in GötUngen, Prof. Dr. Carl Menger in Wien, Prol Dr. J. Nemnann in Tübingen^ aeh.-Bat Prof. Dr. Paasche in Mirbnrg, Prof. Dr. Philippoyich t. PhilipiNiberff in Wien, Prof. Dr. Pieretorü in Jena, Hofrst Prof. Dr. Schana in Wünoargf Prof. Dr. yon SobOa- hwg in Tnbingen, Prof. Dr. Stieda in Rostock, Oeh.-Bit Prof. Dr. Umpfea- baeh in Königsberg, Oeh.-Bat Prof. Dr. Ad. Wagner in Berlin

herausgegeben

Yon

Dr. Ludwig Elster,

ProllMiOff AB d«r UalTtnltil BtMlAn.

y. Band.

m 1^1 m

Jena,

Verlag von Gkustav Fischer.

1896.

Inhalt des fonften Bandes.

Seite 1. Heft: €(6orff Mejer^ Über die Sohwuikuiigeii in dem Bedarf an Hand- arbeit in der deutschen Landwirtschaft nnd die Möglichkeit ihrer Aosgleichnng . . 1

5. Heft: Allbert Hahl, Zur Ghesehiohte der yolkawirtschaftlichen Ideen in

England gegen den Ausgang des Mittelalters 101

3. Heft: Max Gebaner, Die sogenannte LebeDsrersieherung. Wirtschaftliche

Studie 161

4. Heft : L. O* Braadt, Ferdinand Lassalles sosialökonomische Anschauungen

nnd praktische Vorschlige 473

5i Heft : A* Meyer, Die Y erbreohen in ihrem Zusammenhang mit den wirt- schaftlichen und sozialen Verhältnissen im Kanton Zürich .... 663

6. Heft: W. Selmltse) Die Fkoduktions- und Preisentwickelnng der Roh-

produkte der Textilindustrie 661

Inhalt des fönfteii Bandes.

Seite I. Heft: Cteorir Hejer, über die Sohwankangen in dem Bedarf an Hand- arbeit in der deutschen Landwirtschaft and die Möglichkeit ihrer

Aosgleichnng . . 1

S. Heft: Albert Hahl, Zur Geschichte der volkswirtsohaftlichen Ideen in

England gegen den Ausgang des Hittelalters 101

3. Heft: Max Ctobaner^ Die sogenannte Lebensrerticherung. Wirtschaftliche

Studie 161

4. Heft : L. O. Bruidt, Ferdinand Lassalles sozialökonomische Anschauungen

und praktische Vorschläge 473

5. Heft : Am Meyer^ Die Verbrechen in ihrem Zusammenhang mit den wirt-

schaftlichen und sozialen Verhaltnissen im Kanton Zürich .... 663

6. Heft: SehultsO) Die Produktions- und Preisentwickelung der Eoh-

produkte der Textilindustrie 661

^

Über die Schwankungen

in dem Bedarf an Handarbeit

ii der deotsehen Landwirtschaft

und

die Möglichkeit ihrer Ausgleichung.

Von

Dr. Georg Meyer.

Jena,

Vei'laK von Guntav Fi^jchei

1893.

Im Verlage von Oastav Fiisteher in Jena erscheinen:

Staatswissenschaftliche Studien.

In Verbindung mit

Prof. Dr. Eheberjr in Erlangen, Sektionschef Prof. Dr. von Inama-Sternegg in Wien, Geh.-Bat Prof. Dr. Laspeyre« in Qiefseni Prof. Dr. Lexis in Göttingen, Prof. Dr. Carl Menger in Wien, Prof. Dr. J. Nenmann in Tübixigen, Prof. Dr» Paasche in Marburg, Prof. Dr. PhlUppovich v. Philippsbe» in Freiburg, Prof. Dr. Pierstorfif in Jena, Qeh.-Bat Prof. Dr. Rogener in Leipzig, Hofrat Prof. Dr. Sehanz in Würzburg, Prof. Dr. von Sehönberg in Tübingen, Prof. Dr. Stieda in Rostock, Prof. Dr. Umpfenbach in Königsberg, Gen.-Rat Prof. Dr. Ad.

Wagner in Berün

herausgegeben von

Dr. Lndwig Elster,

Professor an der Unlversit&t BresUiu

Die „Staatswissenschaftlichen Stndien" erscheinen in zwanglosen Heften, die eine fortlaufende Reihe bilden. Je eine entsprechende Zahl von Heften wird zu einem Bande (in ungefährer Starke von 40 bogen mit Titel und Inhaltsver- zeichnis) zusammengefafst. Jedes einzelne Heft der Sammlung ist jedoch dem Zwecke des Unternehmens gemafs auch für sich verkäuflich.

Beiträge für die Studien sind an den Herausgeber derselben, Herrn Prof. Dr. Elster in Breslau, Victoriastrafse 14, einzusenden.

Die bisher erschienenen Hefte enthalten: Dr. Conrad Schmidt: Der natürliche Arbeitslohn. Preis: 2 Mark. Dr. Johannes N. Hansen: Unter- suchungen über den Preis des Getreides mit besonderer Rücksicht auf den Nähr- atofigehalt desselben. Mit 3 lithographischen Tafeln. Preis: 2 Mark. Dr. jur. F. Kral: Geldwert und Preisbewegung im Deutschen Reiche 187 1 84. Mit einer Einleitung über die Methode der statistischen Erhebung von Geldmenge und Geldbedarf von Prof. Dr. F. X. von Neumann -Spallart. Preis: 2 M. 40 Pf. Dr. Ignaz Grnber: Die Haushaltung der arbeitenden Klassen. Preis: 3 M. Dr. Gustav Karl Metzler: Statistische Untersuchungen über den Einflufs (icr Getreidepreise auf die Brotpreise und dieser auf die Löhne. Preis:

1 M. 50 Pf. Dr. W. Tesdorpf: Gewinnung, Verarbeitung und Handel des Bernsteins in Preussen von der Ordenszeit bis zur Gegenwart. Historisch-volks- wirtschaftliche Studie. Mit einer graphischen Darstellung. Preis: 3 M. Otto Bechtle: Die Gewerkvereine in der Schweiz. Preis: 2M. Dr. Karl Lenschner: Die landwirtschaftlichen und socialen Verhältnisse im westlichen Ungarn. Unter besonderer Berücksichtigung des Weifsenburger, Tolnaer und Baranyer Comitats. Preis: 2 M. 50 Pf. ßr. A. Dullo: Gebiet, Geschichte und Charakter des Seehandels der gröfseren deutschen Ostseeplätze. Preis : 3 Mark. Dr. Richard Bioeck: Untersuchungen über die Produktionskosten der Getreidekörner. Preis: 1 M. 80 Pf. Otto Trüdinger: Die Arbeiterwohnungsfrage und die Bestrebungen zur Lösung derselben. Preis: 4 Mark 50 Pf. Dr. C. v, Seelhorst: Der Roggen als WertmaTs für landwirtschaftliche Berechnungen. Preis: 2 Mark. Dr. Adolf Heil: Resultate der Einschätzungen zur Emkommensteuer in Hessen, Sachsen und Hamburg in Bezu^ auf die Entwicklung des Mittelstandes. Preis: 2 Mark. Otto Koebner: Die Methode der letzten französischen Boden- bewertung. Ein Beitrag zum Katasterproblem. Preis: 2 Mark. Dr. John Chr. Schwab: Die Entwicklung der Vermögenssteuer im Staate New- York. Preis: 2 Mark. Dr. Anff. Köttgen: Studien über Getreideverkehr und Getreide- preise in Deutschland. Preis: 2 Mark. Dr. Otto Gerlach: Ueber die Bedin- gungen wirtschaftlicher Thätigkeit. Kritische Erörterungen zu den Wertlehren von Marx, Knies, Schäffle und Wieser. Preis: 2 Mark 40 Pf. Dr. C. Düsing: Das Geschlechtsverhältnis der Geburten in Preufsen. Preis: 1 Mark 80 Pf. Dr. Karl von Lnmm: Die Entwickelung des Bankwesens in E Isafs-Lothringen seit der Annexion. Preis: 6 Mark. Dr. Carl Copping Plehn: Das Kreditwesen der Staaten und Städte der nordamerikanischen Union in seiner historischen Ent- wicklung. Preis: 2 Mark. Dr. Boris Minzes: Die Nationalgüterveräufserung während der französischen Revolution, mit besonderer Berücksichtigung des De- partement Seine und Oise. Preis: 4 Mark. Dr. Martin Mohr : Die Finanz- verwaltung der Grafschaft Luxemburg im Beginn des 14. Jahrhunderts. Preis :

2 Mark. Dr. Axthnr Schott: Die französische Wehrsteuer nach dem Gesetz vom 15. Juli 1889. Dr. Karl Angnst Hückinghans: Die Verstaatlichung der Steinkohlenbergwerke.

SiMtewissenschaftliche Stadien.

In Verbindung mit

Prof. Dr. Eheben in Erlangen, Sektionsohef Prof J)r.TO]i InmouirSteniegg in Wien, Geh.-BAt Prof. Cr. Laspeyres in Giefsen, Prof. Dr. Lexis in Qottingen, Prof. Dr. Carl Menger in Wien, Prof. Dr. J. Nennuuui in Tfibingen, ProH Dr. Paasehe in Marbnrff, Prof. Dr. PhllippoTieh ▼• Philippsberc in Freiborv, Prof. Dr. Pierstorlr in Jena, Oeh.-Rat Prof. Dr. Roscner in Leipzig, Hofrat Prof. Dr. Sehana in Warzbura^, Prof. Dr. Ton Schönberpr in Tübingen, Prof. Dr. Stieda in Roetook, Prof. Ur. Umpfenbach in Köni^berg, Geh.-&at Prof. Dr. Ad.

Wagner in Berlin

herausgegeben

Ton

Dr. Ludwig Elster,

VnUmm tm d«* üniTmHIt Bndsa.

5. Band, 1. HefL

Dr. (Ie«rg Mey«r, Ober i\t SekwaikugeD io den Bedarf ai laid- arbeit in der deitsehen Landwirtscbaft vnd die NSgiiehiceit ibrer Aisgleiehug.

> 1^1 m

Jena,

VerlÄg: von G-ustav

1893.

o

über die Sehwankungen in dem Bedarf an Handarbeit

in der dentsehen Landwirtsebaft

und

die Mögliohkeit ihrer Ausgleiehung.

Von

Dr. Georg Meyer.

Jena,

Verlag von Gustav Fischer.

1893.

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Herrn

Professor Dr. Freiherm von der Goltz

in Verehrung und Dankbarkeit gewidmet

vom Yerfaster.

FeststBllung der thatsächlichen Schwankungen in dem

Bedarf an Handarbeit

Der FrodaktioDsfaktor Arbeit nimmt in der Landwirtschaft eine Stelle ein, die grandyerschieden ist Ton der in fast aller anderen wirtschaftlichen Thätigkeit, insbesondere aber von der in der In- dustrie. Wahrend in dem inneren Wesen der meisten Zweige der letzteren nichts begründet ist, was eine Beschäftigung einer gleichen Zahl menschlicher Arbeiter während des ganzen Jahres anmöglich macht, li^en die Verhältnisse in der Landwirtschaft hierfür anders. Den Grand hat man in der eigentümlichen and vorwiegenden Rolle za suchen, welche der Produktionsfaktor Natur im landwirtschafUichen Oewerbe spielt. Während es sich bei den okkupatorischen Thätig- keiten darum handelt, tou fertigen Erzeugnissen Besitz zu nehmen, die die Natur allein hervorgebracht, während Industrie und Gewerbe sich mit der Yeredelung von Bohstoffen befassen, ist es Auf- gabe der Landwirtschaft, den Boden zur Erzeugung pflanz- licher Produkte zu benutzen. Denn hiervon hängt doch auch die Hervorbringung indirekter, d. h. tierischer Erzeugnisse ab. Dort, wo es durch die Gunst des EHimas möglich ist, den Boden während des ganzen Jahres in gleicher Weise zur Pflanzenproduktion zu be- nutzen, wird die Landwirtschaft auch eine stets annähernd gleich hohe Zahl menschlicher Arbeitskräfte beschäftigen können. Durch den Wechsel der Jahreszeiten werden in unserem Vaterlande innerhalb des Jahres Perioden geschaffen, die zwar zeitlich von annähernd gleicher Länge sind, auf welche jedoch die zu verrichtende Arbeit der Landwirtschaft ungleich verteilt ist. Das Jahr setzt sich so aus zwei groben Abschnitten zusammen : der Sommerperiode und der

8eiia<»wirara*ch«ftl. Studien. V. , 1

8

Winterperiode. Nach von der Goltz*) rechnet dabei die Sommer- periode vom fieginn der Frühjahrsbestellung bis zum Schlufs der Hackfruchtemte. Die Winterperiode umfafst den übrigen Teil des Jahres. Mit diesen beiden Perioden wechseln die in der Landwirt- schaft zu yerrichtenden Arbeiten nach Art und Menge. Die Sommer- periode umfafst naturgemäfs die Vegetationsperiode der anzubauenden Pflanzen: demgemäfs sind in ihr alle Arbeiten zu yerrichten, die sich mit Saat, Kultur und Ernte derselben befassen. Diejenige Hand- arbeity welche die Bearbeitung des Bodens ohne anstehende Pflanzen erfordert, wird zum gröfsten Teil auch in der Sommerperiode geleistet werden müssen. Zum Teil wird sie jedoch auch in der Winterperiode verrichtet werden können. Für gewöhnlich ist nämlich der Boden noch oder schon iu einem Teile der Winterperiode der Bearbeitung zugänglich. Im Übrigen wird die Handarbeit des Winters in der Hauptsache im Dreschen der geernteten Körnerfrüchte und in der Düngearbeit bestehen.

Dieser kurze Überblick über die Verteilung der Arbeiten auf beide Perioden zeigt, dab die Winterperiode nur dann dieselbe durch- schnittliche Arbeiterzahl wie die Sommerperiode wird beschäftigen können, wenn sie kürzer ist wie die letztere. In Deutschland kann man unter den günstigsten klimatischen Verhältnissen die Sommerperiode von Anfiang März bis Anfang November und unter den ungünstigsten Ver^ hältnissen von Ende April bis Mitte Oktober rechnen.^) Im ersteren Fall um&sst die Sommerperiode acht, im letzteren sechs Monate. Im Durchschnitt der deutschen Verhältnisse kann man aber beide Pe- rioden gleichlang, d. h. zu je sechs Monaten annehmen. Nord- deutschland hat schon wegen seiner geographischen Lage einen kürzeren Sommer. Für Süddeutschland aber wird durch seine teilweise hohe Lage das Verhältnis dasselbe.') Da einerseits Sommer und Winter als gleichlang anzunehmen sind, andererseits aber die Gresamtarbeit des Jahres auf beide Perioden ungleich verteilt ist, wie weiter unten ausführlicher nachgewiesen werden soll, so ergibt sich eine Differenz an Handarbeitsbedarf zwischen denselben.

Mit fiücksicht auf eine gleichmäfsige Verteilung der Handarbeit

') von der Golts, „Haadbuch der landwirtschftftlicheD Betrieb8lehre*\ Berlin 1886. Seite S60 £f.

*) Vei^L die Abhandlang von Pro£. Dr. Freiherrn von der Goltz, „Die Ver- schiedenheit des Bedarfs an menschlichen Arbeitskräften in der Landwirtschaft u. 8. w.*" in Fühlings landw. Zeitung. 1889. Heft Nr. 28 u. 24.

*) Vergl. von der Goltz a. a. O.

. 3

innerhalb der beiden Periodepy besteht zwischen Sommer und Winter ein Gegensatz. In der Winterperiode ist es möglich eine annähernd j^Jimafsige Verteilung zu bewerkstelligen, so dafs innerhalb der- selben an jedem Tage annähernd dieselbe Zahl Ton Handarbeits- kräften erforderlich ist.^) Der weitaus gröGste Teil der im Winter m Terrichtenden Arbeiten ist nämlich nicht Ton Katurmomenten ab- hängig, die (Qr den Menschen unbeeinflufsbar sind. Ganz anders ver- hält es sich mit den Arbeiten der Sommerperiode. Der gröfste Teil der in sie fallenden Verrichtungen mufs zu Zeitpunkten vorgenommen werden, für welche unbeeinflufsbare Naturmomente mehr oder minder enge zeitliche Grenzen ziehen. Insbesondere gilt dies von den Ar- beiten der Ernte und dem gröfsten Teile deijenigeu, die sich mit der Kultur der anstehenden Pflanzen befassen. Im Gegensatz zur Winter- periode ist es in der Sommerperiode also nicht möglich, den auf sie entfallenden Handarbeitsbedarf gleichmäfsig über alle ihre Teile zu ferlegen. Es ergibt sich vielmehr innerhalb der Sommer- periode eine Differenz zwischen arbeitsarmen und arbeits- reichen Perioden; ähnlich, wie eine solche Differenz zwischen der arbeitsreichen Sommerperiode und der arbeitsarmen Winter- periode als Ganzes besteht.

Das landwirtschaftliche Gewerbe setzt sich zusammen aus Acker- bau und Viehzucht. Zwischen der von beiden Zweigen getrennt erforderlichen Summe au Handarbeit besteht mit Rücksicht auf die bidier erörterten Schwankungen an Arbeitsbedarf ein grofser Unterschied. Die Nutzviehhaltung zunächst wird , da sie ja doch fast ausnahmslos in allen Perioden des Jahres in annähernd gleicher Höhe betrieben wird, auch durch das ganze Jahr einen annähernd gleich hohen Be- darf an Handarbeit erfordern. Ein Mehrbedarf könnte sich hier höchstens im Winter ergeben, wofern nämlich die Wartung der Tiere im Stalle eine gröfsere Menge Arbeit beanspruchte als bei etwaigem sommerlichem Weidegang derselben. Die Zugviehhaltung wird zur Wartung der Tiere durch das ganze Jahre hindurch gleichfalls den- selben Bedarf an Handarbeit benötigen. Etwaige Schwankungen im Bedarf werden nicht eigentlich durch die Wartung hervorgerufen, sondern durch die Verschiedenartigkeit der Arbeiten, zu welchen die Tiere benutzt werden. Den besten Beweis dafür, dafs die Viehhaltung gröfsere Schwankungen in ihrem Handarbeitsbedarf nicht aufweist, liefert die Thatsache, dafs man zu ihrer Verrichtung fast lediglich

') Vergl. von der Goltz, „Landwirtach. Betriebslehre'', Seite 264.

1*

4

Jalireslöhn^r hält.^^) Im übrigen nimmt der Handarbeitsbedarf für die gesamte /V^iehhaltung von dem Gresamthandarbeitsbedarf in dei Landwirtsehaft nur eine kleine Quote ein.^) Soll dieselbe zu einem gröfseren Anteil werden , so müfste der Ackerbau im Verhältnis zur Viehhaltung aufserordentlich zurücktreten ^ wie dies z. B. bei den Weidewirtschaften der Fall ist. Solche Wirtschaften können aber, unbeschadet ihrer Berechtigung unter besonderen Verhältnissen, nicht als Norm für durchschnittliche deutsche Verhältnisse betrachtet, werden. Auf Grund dieser Erörterungen soll in dem weiteren Verlauf dieser Abhandlung die Handarbeit, die die gesamte Vieh- halti^ng zu ihrer Wartung erfordert, nicht berücksich- tigt werden, eben weil sie in den verschiedenen Perioden des Jahres keine Differenzen in der Höhe ihres Bedarfes aufweist. Das Gleiche wird auch aus demselben Grunde mit dem Handarbeits bedarf der Haushaltung stattfinden. Hingegen wird die Handarbeit, welche die Zugviehhaltung aufser der Wartung bedarf und welche je nach den Verrichtungen, zu welchen die Tiere verwendet werden, in der Höhe des Bedarfes schwankt, nicht unberücksichtigt bleiben dürfen. Der Beweis für das thatsächliche Vorhandensein der Schwankungen im Handarbeitsbedarf kann nur an der Hand von praktischen Bei- spielen gefuhrt werden; nämlich so, dafs man aus den Büchern von Gutswirtschaften die in den einzelnen Monaten des Jahres geleisteten Arbeitstage feststellt und die Summen der Arbeitstage der einzelnen Monate, dann aber auch von Sommer und Winter, miteinander ver- gleicht. Dabei dürfte es sich empfehlen, die Zahlen eines dreijährigen Durchschnittes zu nehmen. Im folgenden ist diese Aufstellung fiir fünf Gutswirtschaften ausgeführt. Der gröfseren XJbersichtlichkeit halber sind die Zahlen aufserdem noch in graphischen Tabellen zu- sammengestellt. (Siehe Anhang zu dieser Abhandlung.)

I. Die Schwankungen Im Arbeitsbedarf Im Betrieb des

Gutes Ht in Holstein.

Das Gut wird in freier Wirtschaft nach dem System des Frucht- wechsels bewirtschaftet. Der Rübenbau ist ziemlich schwach : er nimmt nur den zehnten Teil des Ackerareals ein. Sämtliche Arbeit wird gegen reine Geldlöhnung von Tagelöhnern verrichtet ; im Akkord wird

*) Vergl. von der Goltz, „Landwirtsch. Betriebslehre", Seite 265. ^) Vergl. von der Goltz a. a. O.

5

nur das Ausnehmen von 30 Margen Rüben im Herbst geleistet. JÜKe Sommerperiode währt ungefähr von Mitte April bis Ende Oktober. Die folgenden Zahlen sind das Mittel aus den Wirtschaftsjahren: 1888, 1889, 1890. Es wurden geleistet:

Monat: Mannstage: Frauentage:

Januar

109

34

Februar

97

41

Mäiz

111

16

Aprfl

140

18

Mai

124

41

Juni

128

108

Juli

142

118

August

169

114

September

137

103

Oktober

103

136

November

117

23

Dezember

88

49

In seiner Leistung ist ein Frauentag gleich % Mannstag zu rechnen. ^) Reduziert man so alle Arbeitstage auf Mannstage und rundet die sich dami ergebenden Summen der Übersichtlichkeit halber auf 6 und 10 ab, so beträgt der Bedarf an Handarbeit für :

Januar

130

Mannstage

Febniar

125

n

März

120

n

April

150

n

Mai

150

n

Juni

200

n

JuU

220

n

August

235

'7

September

205

n

Oktober

195

n

November

130

n

Dezember

120

M

Es beträgt die Summe der im ganzen Jahr notwendigen Hand- arbeitstage = 1980. Bei einer gleichmälsigen Verteilung über das ganze Jaiir würde dies pro Monat = 165 Arbeitstage geben. In der That entfallen aber auf die Winterperiode 625 Tage oder pro Monat

^) Vergl. von der Goltz, „Landwirtsch. Betriebtlehre", Seite 274.

5

8

rundet die sich dann ergebenden Summen der Übersichtlichkeit auf 50 und 100 ab, so ergibt sich ein Bedarf an Arbeitstagen für:

Monat Januar 850 Arbeitstage

Februar 850

,^ März 850 ,,

April 1300

Mai 1300

Juni 1350

JuU 1560

August 1600

September 1350 ,,

Oktober 1450

November 900

,, Dezember 850 ,,

Der Bedarf für das ganze Jahr beträgt mithin 14200 Arbeitstage. Bei gleichmäfsiger Verteilung würde dies pro Monat einen Bedarf von 1183 Tagen geben. In der That entfallen aber auf die Winterperiode = 4300 Arbeitstage oder i. D. pro Monat = 860, auf die Sommerperiode =^ 9900 Arbeitstage oder i. D. pro Monat = 1414. Es erfordert also ein Monat der Sommerperiode einen Arbeitsbedarf, der das 1,6 fache ist Yon dem eines Monates der Winterperiode. Von der auf das ganze Jahr berechneten monatlichen Durchschnittszahl erfordert ein Sommermonat das l,a fache, ein Wintermonat das 0,7 fache. ' Innerhalb der Winterperiode bestehen zwischen dem Arbeitsbedarf der einzelnen Monate keine erheblichen Dififerenzen. Innerhalb der Sommerperiode hingegen schwankt der Bedarf der einzelnen Monate von 1300—1600 Arbeitstagen um das Mittel von 1414. Den höchsten Bedarf erfordern die Monate Juli und August mit 1550 bezw. 1600 Arbeitstagen. Der Monat August benötigt mithin von : der au& ganze Jahr berechneten Durchschnittszahl das 1,8 fache, von dem Durchschnittsbedarf der Sommermonate das l,i fache, von dem Arbeitsbedarf des arbeitsärmsteu Monates der Winterperiode fast das 2,o fache. Zieht man den Ar- beitsbedarf der einzelnen Monate nach Vierteljahren zusammen, so er- gibt sich:

fürs I. Quartal ein Bedarf von 2550 Arbeitstagen

n H- f) n n n *>90ü ,,

„HL « w « 4500

«IV. 3200

Sunmia: 14200

7

Arbeit schicken mafs. Zu Zeiten grofaen Arbeitsbedarfes anlserdem die EhefinueD zur Arbeit kommen , sowohl von den f&nf- zehn Tagelöhnerfamilien , wie auch Ton den bei der Viehhaltung be- flchäftigten Deputanten. Der Tagelohn beträgt sowohl im Sommer wie auch im Winter für alle diese Personen : 0,30 Mk. AuTser diesen Arbeitern beschäftigt das Out Tom Monat April bis Oktober noch ständig eine Zahl von Korrigenden aus einer nahe gelegenen Korri- genden-Ajistalt , deren Oeldlohn pro Tag sa 1,00 Mk. beträgt. In den Erntemonaten Juli und August kommen aufserdem noch aus den mnli^enden Ortschaften einige fremde Arbeiter zum Mähen , wofür dieselben 2 Mk. Tagelohn erhalten. Zum Kartoffelausnehmen er- scheinen noch weitere fremde Arbeiter: der durchschnittliche Ver- dienst bei dieser im Akkord Terrichteten Arbeit beträgt pro Tag und Mann «=» 1,00 Mk. Die Sommerperiode währt ungefähr von Anfang April bis Ende Oktober. Die Angaben aus dieser Wirtschaft bilden das Mittel aus den Jahren 1887, 1888, 1889. Da jedoch nur die gezahlten Lohnsummen und nicht unmittelbar die geleisteten Arbeits- tage zu ermitteln waren, ist es notwendig, die letzteren aus den ersteren zn berechnen.

Es wurden gezahlt an Lohnsummen:

in:

TagüiSiater

Komgenden

Emtearbeiter KarioffeUusnaliiBsr

iO^Hk.

i 1,00 Mk.

k 2,00 Mk.

A 1,00 Mk.

Im:

Januar

265 Hk.

Februar

860

«

März

258

April

864

n

412 Mk.

Mai

872

«

400

Juni

877

n

429 ^

Jdi

300

ji

445

166 Mk.

August

321

429

166

Septembei

878

«

429

Oktober

110

r

429 ,

^—

645 Mk.

NoTember 868

n

Dezember S6S

M

._

^^

._

Dabei sind in den Wintermonaten auch für das Dreschen , das im AUkord stattfindet, Lohntage k 0,30 Mk. gesetzt. Durch Division der gezahlten Lohnsummen mit den angegebenen Lohnsätzen kann man die Zahl der geleisteten Arbeitstage ermitteln. Thut man dies und

8

Tuodet die sich dann ergebenden Summen der Übersichtlichkeit auf 50 und 100 ab, so ergibt sich ein Bedarf an Arbeitstagen für:

Monat Januar

850 Arbeitstage

Februar

860 ,,

März

850 ,,

April

1300

Mai

1300

Juni

1350

JuH

1560

}9

August

1600

September

1360

9J

Oktober

1450

ff

November

900

Dezember

850

Der Bedarf für das ganze Jahr beträgt mithin 14200 Arbeitstage. Bei gleichmäfsiger Verteilung würde dies pro Monat einen Bedarf von 1183 Tagen geben. In der That entfallen aber auf die Winterperiode = 4300 Arbeitstage oder i. D. pro Monat = 860, auf die Sommerperiode =^ 9900 Arbeitstage oder i. D. pro Monat = 1414. Es erfordert also ein Monat der Sommerperiode einen Arbeitsbedarf, der das 1,6 fache ist von dem eines Monates der Winterperiode. Von der auf das ganze Jahr berechneten monatlichen Durchschnittszahl erfordert ein Sommermonat das 1,2 fache, ein Wintermonat das Oj fache. ' Innerhalb der Winterperiode bestehen zwischen dem Arbeitsbedarf der einzelnen Monate keine erheblichen Differenzen. Innerhalb der Sommerperiode hingegen schwankt der Bedarf der einzelnen Monate von 1300—1600 Arbeitstagen um das Mittel von 1414. Den höchsten Bedarf erfordern die Monate Juli und August mit 1550 bezw. 1600 Arbeitstagen. Der Monat August benötigt mithin von : der aufis ganze Jahr berechneten Durchschnittszahl das 1,3 fache, von dem Durchschnittsbedarf der Sommermonate das l,i fiEiche, von dem Arbeitsbedarf des arbeitsärmsten Monates der Winterperiode fast das 2,o fache. Zieht man den Ar- beitsbedarf der einzelnen Monate nach Vierteljahren zusammen, so er- gibt sich:

fürs I. Quartal ein Bedarf von 2560 Arbeitstagen

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«HL „IV.

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4500 3200

Summa: 14200

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- 9

Nimmt man den Bedarf des I. Quartals als Einheit ^ so ergibt sich derselbe :

fürs I. Quartal 1

^ni. 1,7

«IV. « 1,2.

HL Die SchwankuDgen im Arbeitsbedarf im Betrieb des Bittergates 0. In der Prorlnz Sehlesien,

Das Ghit wird nach dem Prinzip des Fruchtwechsels bewirt- sdiaftet, mit welchem jedoch ein einjähriger Weideschlag verbunden ist Rüben werden nicht gebaut. Die Sommerperiode währt ungefähr Ton Ende April bis AnÜEing November.

Die Arbeiten werden von in den naheliegenden Dörfern ansäs- !ngen gnindbe8it7enden Tagelöhnern verrichtet. Die nachfolgenden Zahlen sind das Mittel aus den Jahren 1884, 1886, 1886. Es wurden geleistet:

im Monat:

Mannstage :

Frauentage :

Januar

178

316

Februar

187

224

März

168

231

April

183

307

Mai

339

394

Juni

207

442

JuU

281

397

August

' 247

461

September

161

486

Oktober

246

312

November

229

433

Dezember

163

317

Beduziert man die Frauentage auf Mannstage und rundet die sich dann ergebenden Summen auf 10, 20, 30 u. s. w. ab, so beträgt der Bedaif :

im Januar 390 Mannstage

Februar 340

März 320

April 390

« Mai 500

10

im Juni 500 MannBtage

Juli 650

August 560

September 480 ^

Oktober 450

November 520

Dezember 370

Mithin beträgt der Arbeitsbedarf für das ganze Jahr 5360 Manns- tage. Bei einer gleichmäfsigen Verteilung würde dies pro Monat 446 Arbeitstage machen. In der That entfallen aber auf die Winter- periode 1940 Tage oder pro Monat derselben 388 ; auf die Sommer- periode 3420 Tage oder pro Monat derselben 487. Es erfordert also durchschnittlich ein Monat der Sommerperiode einen Arbeitsbedarf, der das l,s£Bkche ist von dem eines Monates der Winterperiode. Von der auf das ganze Jahr berechneten monatlichen Durchschnittszahl von 446 Arbeitstagen erfordert ein Monat der Sommerperiode das ly09£su)he, ein Monat der Winterperiode das 0,8 fache. Innerhalb der Winterperiode findet eine wesentliche Differenz im Arbeitsbedarf nur durch den yerhältnismäfsig hohen Bedarf des Novembers statt. In der Sommerperiode hingegen schwankt der Bedarf der einzelnen Monate yon 390 bis 550 um das Mittel yon 487 Arbeitstagen. Den höchsten Bedarf erfordern die beiden Monate Juli und August mit je 550 Arbeitstagen. Sie erfordern jeder:

das l,s fache von der Durchschnittszahl aller zwölf Monate, n 1,1 ,, » » n j, der Sommermonate,

,, 1,6 ,, yj dem Bedarf des arbeitsärmsten Wintermonates.

Zieht man die Arbeitstagesummen der einzelnen Monate nach Vierteljahren zusanmien, so ergibt sich ein Bedarf:

für das 1. Quartal yon 1050 Mannstagen » » II* » » 1390

j> yj III. 1580

IV. ,, ?> 1340 ,1

Summa: 5360 Mannstage.

Nimmt man den Arbeitstag des I. Quartals als Einheit, so be- trägt derselbe:

im I. Quartal = 1

„III. 1,6

10

11

IV. Schwankungen im Arbeltsbedarf Im Betrieb des

Rittergates H. In Westfalen.

Das Gut wird in freier Wirtschaft nach dem System des Frucht- wechsels bewirtschaftet. Dabei findet ein ausgedehnter Anbau von Zuckerrüben statt. Die gesamte Arbeit wird von freien Arbeitern Terrichtet, die zum Teil in der Umgegend Eleingrundbesitz inne haben, zum anderen Teil als Wanderarbeiter aus dem Eichsfeld kommen. Es wird durchweg in baarem Gelde gelöhnt. Im Durchschnitt kann der Mannstagelohn im Sommer zu 1,60 Mark, im Winter zu 1,20 Mark angenommen werden. Die Sommerperiode währt ungefähr von Ende April bis Ende Oktober. Die folgenden Zahlen sind als Mittel der Wirtschaftsjahre 1887, 1888, 1889 gewonnen. Es betrug die Summe des gezahlten Lohnes auf je vier Wochen berechnet nach Abrundung der Summen auf 50 und 100:

für die Wochen 1—4 = 500 Mk.

4-8 = 600 8—12 = 550

12—16 = 500

16—20 = 1000

20—24 1400

24—28 =- 1750

28—32 = 1600

32—36 = 2000

36—40 = 1350

40—44 ^ 1450

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44-48 = 1060 48—52 = 450

Bezeichnet man die dreizehn yierwöchentlichen Abschnitte mit den römischen Ziffern I— XIII, so bilden Abschnitt I— I V und Xu— XIII die Winterperiode, Abschnitt V XI die Sommerperiode. um aus den Lohnsummen die geleisteten Arbeitstage zu ermitteln, ist es notwendig die Lohnsummen der Winterperiode mit 1,20, die der Sommerperiode mit 1,60 zu diyidieren. Das dadurch erzielte Resultat wird allerdings nicht ganz der Wirklichkeit entsprechen : es sind nänüich im Sommer einige Arbeiten im Akkord verrichtet, bei welchen der Verdienst wi^rscheinlich mehr beträgt wie 1,60 Mk. Eine Trennung von Tage- lohn und Akkordlohn war aber leider unmöglich.

Demgemäß beträgt die Summe der geleisteten Handarbeitstage:

11

12

im Tierwöchentlichen Abschnitt I =: 400 Mannstage

II » 600

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79

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JJ

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99

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99

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III

...

450

IV

400

V

650

VI

960

99

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VII = 1150

VIII = 1060

IX = 1350

X = 900

XI = 950

XII = 850

XITI = 350

Dementsprechend beträgt der Arbeitsbedarf des ganzen Jahres = 9950 Arbeitstage. Bei einer gleichmäfsigen Verteilung derselben über das ganze Jahr würden auf je 4 Wochen = 765 Arbeitstage entÜEkUen. In der That entfallen aber auf die Winterperiode = 2950 Tage und im Durchschnitt auf je 4 Wochen derselben = 491 Tage ; auf je 4 Wochen Somraerperiode = 1000 Tage und auf die ganze Sommerperiode = 7000 Tage. Ein vierwöchentlicher Abschnitt der Sommerperiode erfordert also durchschnittlich einen über zweimal so hohen Bedarf wie ein solcher Abschnitt der Winterperiode. Von der auf das ganze Jahr berechneten monatlichen Durchschnittszahl be- nötigen je 4 Wochen der Sommerperiode das 1,3 fache, 4 Wochen der Winterperiode das 0,6 fache. Im Gegensatz zur Winter- periode bestehen innerhalb der Sommerperiode zwischen den einzelnen 4 wöchentlichen Abschnitten grofse Schwankungen im Arbeitsbedarf: von 650 1350 um das Mittel von 1000 Arbeitstagen. Den höchsten Bedarf erfordern die Abschnitte VII, VIII und IX mit 3550 Tagen oder durchschnittlich 1183: mithin das 1,6 fache des auf das ganze Jahr berechneten Durchschnittsbedarfes und fast das 1,2 fache des Durch- schnittsbedarfes der Sommerperiode. Der Abschnitt IX erfordert den höchsten Bedarf des ganzen Jahres : nämlich 1350 Tage, mithin fast das 4,o fache des arbeitsärmsten Abschnittes der Winterperiode.

Zieht man die Arbeitstagesummen der einzelnen Abschnitte nach Vierteljahren zusammen, so ergibt dies einen Bedarf:

für das I. Quartal = 1450 Mannstage II. = 2475

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= 3650 = 2375

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12

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13

Nimmt man den Arbeitabedarf des I. Quartals als Einheit, so betlägt derselbe:

im I. Quartal =' 1 n. 1,7

ni. = 2^

V. Schwankangeii im Arbeitsbedarf im Betrieb des

Rittergutes K, in ThüriDgen.

Das Gut wird nach dem System des Fruchtwechsels bewirtschaftet. Dabei findet ein Dicht übermäfsig ausgedehnter Anbau Ton Zucker- rüben statt. Die gesamte Arbeit wird von freien Arbeitern verrichtet. Die Sommerperiode währt von Anfang April bis Ende Oktober. Die nachfolgenden Zahlen sind das Mittel der drei Wirtschaftsjahre 1888. 1889, 1890. Es wurden geleistet durchschnittlich an jedem Tage :

im : Mannstage : Frauentage :

Januar 8 22

Februar 10 21

März 9 24

April 10 U

Mai 8 49

Juni 12 66

Juli 19 82

August 19 83

September 19 93

Oktober 11 89

November 10 86

Dezember 9 44

Reduziert man die Frauentage auf Mannstage und rundet die Summen auf 5 und 10 ab, so beträgt der Bedarf an jedem Tage :

für Januar 20 Mannstage

Februar 25

j, März 26 ,,

April 40

,, Mai 40 ,f

Juni 60 yj

Juli 78

13

14

für August 76 Mannstage

September 80

Oktober 70

November 70

Dezember 40 f,

Eechnet man auf jeden Monat 25 Arbeitstage so beträgt der Bedarf:

für Januar 500 Mannstage.

Februar 625

März 625

April 1000 ,,

Mai 1000 ^

Juni 1250

Juli 1875

August 1875

,, September 2000

,, Oktober 1750

November 1750

Dezember 1000

Mithin beträgt der Arbeitsbedarf für das ganze Jahr := 1 6 250 Manns- tage. Bei einer gleichmäfsigeu Verteilung würde dies pro Monat = 1270 Mannstage machen. Tn der That entfallen aber auf die Winter- periode 4500 Tage, oder im Durchschnitt auf einen Monat derselben = 900 Tage; auf die Sommerperiode = 10 750 Tage oder im Durch- schnitt auf einen Monat = 1535 Tage. Es erfordert also ein Monat der Sommerperiode durchschnittlich einen Arbeitsbedarf, der 1,7 mal so grofs ist wie der eines Monates der Winterperiode. Von der auf das ganze Jahr berechneten Durchschnittszahl von 1270 Tagen erfordert ein Monat der Sommerperiode das 1,2 fache, ein Monat der Winter- periode das 0,7 fache. Innerhalb der Winterperiode findet eine wesentliche Differenz ') im Arbeitsbedarf der einzelnen Monate nicht statt. In der Sommerperiode hingegen schwankt der Bedarf der ein- zelnen Monate von 1000 2000 um das Mittel von 1535 Tagen. Den höchsten Bedarf erfordert der Monat September mit 2000 Arbeits- tagen. Demgemäfs erfordert der September:

') Der verhältnismäfsige hohe Arbeitsbedarf dei Novembers ist durch eine verspätete Rübenemte verursacht.

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16

das Ifi fache yom Durchschnitt aller zwölf Monate, ^ 1,8 n » n der Sommerperiode,

4,0 n Bedarf des arbeitsärmsten Monates der Winterperiode.

Zieht man die Arbeitsbedarfinummen der einzelnen Monate nach Yierte^ahren zusammen, so ergibt sich ein Bedarf: